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Fragen und Antworten für Autor*innen

Wenn du einen Text bei etece buch veröffentlichen möchtest, kannst du deine Unterlagen per Mail an projekt@etece.de schicken – bestenfalls im PDF-Format. Wir nehmen keine Manuskripte per Post entgegen.

Zu Beginn brauchen wir von dir nicht mehr als einen Text, einen Namen und eine Kontaktmöglichkeit. Wenn du uns mehr über dich erzählen möchtest, kannst du das gerne tun.  

Wir bestätigen, dass deine Unterlagen angekommen sind, und prüfen sie schnellstmöglich. Danach melden wir uns mit einer Einschätzung, ob ein gemeinsames Projekt in Frage kommt oder nicht.

Für das Einreichen von Manuskripten und Texten spielt dein Name zunächst keine Rolle. Kommt es zu einer Zusammenarbeit, benötigen wir für den Vertragsabschluss einmalig den Namen, der auch in deinen amtlichen Dokumenten verzeichnet ist. Für alles Weitere entscheidest du, unter welchem Namen die Texte veröffentlicht werden und wie du inner- und außerhalb des Verlages genannt werden möchtest.  

Nein, der Text muss noch nicht von weiteren Personen korrekturgelesen oder lektoriert worden sein. Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, kümmern wir uns darum.

Nein. Wir haben Kontakte zu Personen, die Bücher illustrieren und gestalten können. Die Entscheidung über den*die richtige Illustrator*in und den Stil, der zu deinem Text passt, treffen wir dann gemeinsam.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten ein Honorar zu vereinbaren. Neben dem Pauschalhonorar (einmalige Zahlung in bestimmter Höhe) ist es in der Buchbranche üblich, sogenannte Absatzhonorare zu vereinbaren.
Autor*innen bekommen bei einem Absatzhonorar einen festen Anteil pro verkauftem Buch. Üblich sind bei Hardcover-Büchern 7-10 % des Nettoladenpreises, bei anderen Formaten (eBook, Taschenbuch) in der Regel weniger. Sind mehrere Autor*innen beteiligt, teilen sie sich diesen Satz meistens zu gleichen Teilen oder nach Seitenanteilen.

Beispiel: Bei einem (hohen) Honorar von 10 % des Nettoladenpreises und einem Ladenverkaufspreis von 22,00 € und 500 verkauften Exemplaren ergibt sich ein Autor*innenhonorar von etwas über 1.000 € (2,06 € pro verkauftem Exemplar).

Nettoladenpreis (Ladenpreis abzüglich MwSt.)20,56 €10.280,00 €
Autor*innenhonorar (10% von Nettoladenpreis)2,06 €1.028,00 €

Wenn dich interessiert, wie eine Buchkalkulation aussehen kann, welche Kosten hinter einem Buch stecken und was alles bedacht werden muss, schau dir diesen ausführlichen Artikel des ebenfalls unabhängigen mairisch-Verlags an. Besser könnten wir es nicht zusammenfassen.

Nein. Wir sind ein unabhängiger Verlag und verlegen Texte, von denen wir überzeugt sind. Unsere Bücher kalkulieren wir so, dass sie wirtschaftlich tragbar sind. Nicht du bezahlst uns, damit wir dich verlegen – wir bezahlen dich, damit wir dich verlegen dürfen. 

Wir berechnen die Absatzhonorare für alle Produkte einmal jährlich. Die Auszahlung eines Pauschalhonorars wird vertraglich vereinbart. 

Eigentlich läuft der Entstehungsprozess vom Manuskript zum Buch in den meisten Verlagen ähnlich ab: Vertragsschluss – Lektorat – Korrektorat – Satz – Cover – Druck.

Lektorat
Gemeinsame Textarbeit von Autor*innen und Lektor*innen.

Korrektorat
Sobald eine Endfassung des Textes steht, wird er korrekturgelesen, also auf Grammatik, Rechtschreibfehler und Satzzeichen geprüft.

Satz & Cover
Parallel arbeiten wir an dem Gestaltungskonzept des Buches. Darauf aufbauend wird das Cover gestaltet und der Text gesetzt. Dann ist das Buch fast fertig!

Druck
In unseren Verträgen ist geregelt, dass wir erst drucken dürfen, wenn wir deine Freigabe haben. Sobald du den finalen Stand also durchgesehen und freigegeben hast, senden wir die Daten an die Druckerei.

Kommt eine Zusammenarbeit zustande, schließen wir früh einen Vertrag mit dir ab, der deine und unsere Rechte und Pflichten regelt. 

Unser Verlagsvertrag entspricht weitestgehend dem vom Deutschen Börsenverein mit Verdi verhandelten Normvertrag für Autor*innen. Besonders wichtig sind hier natürlich die konkreten Nutzungsrechte an deinem Text. 

Ein Text darf nur veröffentlich werden, wenn du uns sogenannte Nutzungsrechte daran übertragen hast. Das bedeutet, dass du uns erlaubst, deinen Text in einem bestimmten Rahmen zu veröffentlichen und zu verkaufen. Dieser Rahmen wird im Vertrag festgelegt. Dazu gehört z.B. die Bedingung, dass du ein bestimmtes Honorar erhältst oder dass der Text gedruckt und digital veröffentlicht werden darf.

Nachdem wir uns über eine Zusammenarbeit geeinigt haben startet das Lektorat deines Textes.
Das bedeutet, dass wir deinen Text gemeinsam mit dir inhaltlich, sprachlich und kompositorisch feinschleifen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass wir eingebundene Daten prüfen, einen Satz umstellen oder stellenweise neue Formulierungen vorschlagen.
Zum Lektorat gehört auch das Prüfen von Lizenzen. Hast du zum Beispiel ein Zitat von jemand anderem benutzt oder einen Liedtext zitiert, müssen dessen Nutzungsrechte geklärt sein. 
Zu Lektoratsleistungen zählt auch das sogenannte Sensitivity Reading, also das diskriminierungssensible Lektorat.

Das Sensitivity Reading ist eine Lektoratsleistung. Es ist ein wichtiges Tool, um mehr Diversität in Büchern zu ermöglichen und dabei marginalisierte Personen authentisch darzustellen. Wir als Verlag betrachten es als eine unserer größten Verantwortungen, unsere Veröffentlichungen so diskriminierungsarm wie möglich zu gestalten.

Sensitivity Reading kommt ursprünglich aus der amerikanischen Buchbranche. Übersetzen kann man den Begriff mit diskriminierungssensibles Lektorat. Das bedeutet, dass ein Text auf Stereotype, Klischees und diskriminierende Darstellungen geprüft wird. Damit soll verhindert werden, dass marginalisierte Menschen falsch dargestellt, diskriminiert und verletzt werden. Das kann beispielsweise Redewendungen betreffen, Witze auf Kosten bestimmter Gruppen oder die Konzeption einer Romanfigur.

Schreibt zum Beispiel eine weiße Autorin aus der Sicht einer Person of Color, kann sie diese kaum authentisch darstellen. Allein aufgrund der Tatsache, dass sie selbst keine Rassismuserfahrungen macht, fehlt ihr das Verständnis für einen großen Teil der Lebensrealität ihrer Figur. Zudem kann sich die Autorin nicht von ihrer eigenen rassistischen Sozialisierung lösen, die zur Reproduktion ebendieser im Text führen kann. Deswegen ist es wichtig, dass sich eine Person mit einem der Figur ähnelnden Erfahrungsbereich den Text anschaut und auf Stereotype und Glaubwürdigkeit prüft.

Bei etece buch decken wir manche Erfahrungsbereiche ab und haben Erfahrung mit Antidiskriminierungsarbeit und dem diskriminierungssensiblen Lektorieren. Fehlt uns eine zentrale Perspektive, beauftragen wir passende professionelle Sensitivity Reader. Diese ändern nicht den Text, sondern machen auf problematische Stellen aufmerksam und geben alternative Gestaltungsideen an die Hand.

Wenn du für ein Projekt professionelle Sensitivity Reader*innen suchst, wirst du hier fündig.

Mit der Einsendung eines Textes oder Manuskripts gehst du keine Verpflichtung ein und überträgst keine Rechte an uns. Wir dürfen deinen Beitrag in keiner Form veröffentlichen oder verbreiten, ohne dass wir eine vertragliche Vereinbarung mit dir getroffen haben. 

Wir sichern zu, dass wir den Text nur zur Begutachtung nutzen und zur Abwägung, ob wir an einer Zusammenarbeit interessiert sind und alle Informationen vertraulich behandeln.

Wenn es nicht zu einer Zusammenarbeit kommt, löschen wir Texte und personenbezogene Daten – falls nicht anders vereinbart oder aus datenschutzrechtlichen Gründen erforderlich – 6 Monate nach einer Absage durch Verlag oder Autor*in.

Fragen und Antworten zu etece buch

etece buch ist ein unabhängiger Verlag. In die etece buch UG (Unternehmensgesellschaft) haben acht Gesellschafter*innen aus privaten Mitteln Stammkapital eingebracht. Mit diesem Geld kann etece buch agieren und wirtschaften. Es gibt keine Beteiligung einflussnehmender Investor*innen und Unternehmen, sodass Programmentscheidungen unabhängig von wirtschaftlichen Interessen Dritter getroffen werden können.

Weiterhin engagieren sich Menschen ehrenamtlich bei etece buch. Durch die unentgeltlich geleistete Arbeit bleibt mehr finanzieller Spielraum für die Bezahlung von Autor*innen, Illustrator*innen, Sensitivity Reader*innen und weiteren Vertragspartner*innen.

Die Gewinne von etece buch werden reinvestiert. Das heißt, dass neben der Deckung laufender Kosten weitere Projekte und Veröffentlichungen ermöglicht werden.
 
Eine Gewinnausschüttung an Gesellschafter*innen findet nicht statt.  Verlassen einzelne Gesellschafter*innen die Organisation, haben wir in der Satzung verankert, dass kein Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung besteht: Die Gesellschafter*innen erhalten nur die in etece buch UG eingebrachte Summe und einen Inflationsausgleich zurück.
Wird die etece buch UG aufgelöst, werden die Gesellschafter*innen wie oben beschrieben ausbezahlt. Darüber hinaus verbleibende Gelder werden – so wie im Gesellschaftsvertrag von etece buch festgelegt – für begründbare Bonuszahlungen an Mitarbeitende, Autor*innen und Herausgeber*innen sowie Spenden an Kulturfonds oder mit etece buch vergleichbare Projekte verwendet.
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